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Eine unbekannte russische Schönheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Moskau

 

Russen lieben Pelze

 

...Bei einem voluminösen Russen im Bus in Richtung Innenstadt hat sich das Nikotin schon bis in die letzten Fellhaarspitzen festgesetzt. Seine graue Pelzmütze ist jetzt ein Gelbling mit der Duftnote „Aschenbecher“. Die Fellmützen der alten "Mütterchen und Väterchen", die sich in den feuchten U-Bahnschächten aufwärmen, sehen noch ärger mitgenommen aus. Die einstige Fülle hat genauso Haare lassen müssen, wie die der Träger selbst. Sie stehen einträchtig bettelnd neben anderen Alten, die abgewetzte Kunstpelzmützen der Armee tragen.

 

Die jungen Soldaten, die mit leeren Augen und langen Eisenstangen in der Stadt die Eiskrusten von den Bürgersteigen klopfen, haben ebenfalls die typisch grauen Teddyfell-Wintermützen auf. Bei ihnen sind die wärmenden Ohrlappen einheitlich hochgeklappt. Der Offizier, der im schwarzen Wolga vom Roten Platz fährt, trägt eine schwarze Wintermütze, Version Echt-Pelz. Vater und Sohn aus dem fernen Sibirien, die vor dem Kreml stehen, denen das Staunen nicht mehr aus ihren mongolischen Gesichtern weichen will, sie tragen Wolfspelz auf dem Kopf der aussieht, als hätten sie ihn auch selber erlegt. Die Fellhaare sind besonders dicht und glänzen seidig. Die schöne Russin, die mir entgegen kommt, mir mit ihrem Blick die Röte ins Gesicht treibt, sie trägt eine Wollmütze. ...

 

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Jürgen Heup ©