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Na klar, Aufhänger dieses Buches ist natürlich "Bruno" alias "JJ1", der Braunbär, der 2006 durch die Bayerischen Alpen wanderte und für einen gehörigen Wirbel in der Presse sorgte. Leider wurde er geschossen. Ich bin aber überzeugt, dass bei uns bald Bären zur Normalität gehören werden, dass es für die Menschen schon in den nächsten Jahren nichts außergewöhnliches mehr sein wird, durch Wälder zu wanderen, wo auch Luchs, Wolf und andere große Wildtiere wieder zu Hause sind.

 

Pressestimmen:

 

"Der Autor beschreibt anschaulich und detailreich... Eine solide Arbeit mit einer Menge handfester Daten" (Deutschlandradio, Audiobeitrag unter dradio.de)

 

"Heups kleines Buch erzählt liebevoll und sachlich, ist sorgfältig illustriert und mit zahlreichen weiterführenden Hinweisen versehen. (Neue Ruhr Zeitung 9.6.2007)

 

"Jürgen Heup mit seinem Band "Bär Luchs und Wolf": das gelungenste der hier versammelten (vier) Bücher. Heup, 1970 in der Eifel geboren stellt 19 deutsche Wildtiere vor, kompakt, kompetent, umweglos...

(Märkische Allgemeine, 13.6.2007)

 

 

Ihr Interesse ist geweckt? Falls das Buch unerhörterweise nicht in Ihrem Buchladen vorliegt, dann können Sie es via Internet etwa bei Amazon bestellen oder direkt beim Autor: Schicken Sie mir einfach eine E-Mail mit Ihrer Anschrift und Telefonnummer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bär, Luchs und Wolf

Die stille Rückkehr der wilden Tiere

 

(erschienen im Kosmos Verlag 04/2007)

 

Insgesamt 19 Tierarten, die sich wieder in Mitteleuropa ausbreiten, finden in diesem Buch besondere Beachtung. Geschildert werden Erlebnisse und Begegnungen mit diesen Wildtieren, aber ebenso Hintergründe über deren Rückgang und Rückkehr, sowie Biologie, Verhalten und Besonderheiten der jeweiligen Art. Mein Ziel war es, nüchterne Informationen mit spannenden Erlebnisse so zu verbinden, dass ein Sachbuch entsteht, das man auch gerne liest.

 

Auszug: Begegnung mit dem König der Lüfte

 

... Eine Prozession bunt gekleideter Busausflügler schob sich die Treppen des Käflingbergturms hinauf und von oben schallte es bereits: „Halloo!“ „Juhuu“ und „Booah!“ Ich blickte unentschlossen auf das schwere Stahlgerüst - einer grandiosen Aussicht in über 30 Meter Höhe stand ein mir unerträglicher Besucherandrang entgegen. Laut-fröhliche Touristen passten so gar nicht in meine Vorstellung vom Natur-Erlebnis, mit dem ich zum Nationalpark Müritz aufgebrochen war.

Mein Gräuel über die Bustouristen legte sich etwas, als ich endlich die Aussichtsplattform erreichte. Ich musste eingestehen, dass bei diesem Ausblick Begeisterungsbekundungen verständlich waren - wenn sie auch dezenter hätten ausfallen können. Der Kegelberg ragt aus der leicht welligen Landschaft der Mecklenburger Seenplatte heraus. Vom Turm konnte man kilometerweit über Kiefernwälder, Seen und steppenartige Blößen blicken. Ich versenkte mich in die Betrachtung dieser Landschaft.

Er schien aus dem Nichts gekommen zu sein, ein Schatten, der sich urplötzlich aus dem dunklen Waldhintergrund gelöst hatte. Er schoss genau auf den Turm zu, kippte dann zur Seite und segelte eine weite Kurve. Nun war er genau in Höhe der Plattform, in der Abendsonne waren sein schneeweißes Schwanzgefieder und der helle Kopf mit dem starken gelben Schnabel deutlich zu sehen, im Kontrast dazu die dunklen Federn, die sich wie ein Band von einer Flügelspitze zur anderen zogen.

„Ein Seeadler, ein Seeadler!“ Ich hatte zwar noch nie zuvor einen Seeadler gesehen und mich immer gefragt, ob ich ihn wohl erkennen würde: Aber jetzt, wo ich diesen gewaltigen Vogel vor Augen hatte, war alles klar. Fantastisch, mit welcher Leichtigkeit der Seeadler seine weiten Kreise zog und wie atemberaubend schnell er an Höhe gewann und im Aufwind dahin segelte. Ich war derart begeistert, dass ich alles um mich herum vergaß. Zudem war da ein Gefühl des kindlichen Triumphs. „Ein Seeadler. Mein erster Seeadler.“

Mein aufgeregtes Geschrei übertraf wohl den durchschnittlichen Touristenlärm auf der Plattform bei weitem. Eine Klappe öffnet sich in der Decke und aus der Etage oberhalb der Aussichtsplattform kam in schweren Wanderschuhen und mit Fernglas ein Parkaufseher mit väterlichem Lächeln die Treppen herabgestiegen. Ich ahnte, was er dachte. ...

 

weitere Leseproben:

 

zum Kapitel Kranich

 

zum Kapitel Biber

 

 

Jürgen Heup © Foto Kosmos-Verlag